Europa League

Okazaki endlich spielberechtigt

Nur wenige Stunden vor dem Europa-League-Spiel des VfB Stuttgarts bei Benfica Lissabon hat die FIFA Shinji Okazaki die Freigabe erteilt. Somit ist der Japaner nun spielberechtigt.

Shinji Okazaki ist ab sofort für den Bundesligisten VfB Stuttgart spielberechtigt. Der Weltverband FIFA erteilte dem 24-Jährigen wenige Stunden vor dem Europa-League-Spiel bei Benfica Lissabon die Freigabe. Der japanische Stürmer stand in Lissabon erstmals im Kader des VfB und wurde von Trainer Bruno Labbadia gleich in die Startelf berufen.

“FIFA und UEFA haben zügig reagiert und uns Recht gegeben. Das unterstreicht, dass wir uns absolut korrekt verhalten haben. Es freut uns natürlich besonders, dass wir die Freigabe für Shinji noch vor dem Spiel in Lissabon erhalten haben”, sagte Sportdirektor Jochen Schneider. Okazakis ehemaliger Klub Shimizu S-Pulse hatte dem Angreifer zuvor die Freigabe verweigert.

Sportgericht verhandelt Fall Vorsah

Bayern München – FC Basel 3:0 (2:0)

Bayern München: Kraft – Lahm, Timoschtschuk, Breno, Contento – van Bommel, Kroos (68. Altintop) – Müller, Schweinsteiger, Ribéry – Gomez

FC Basel: Costanzo – Inkoom, Abraham, Ferati, Safari – Shaqiri (76. Tembo), Yapi, Cabral (55. Almerares), Stocker – Streller (46. Xhaka), Frei

Schiedsrichter: Hansson (Schweden) – Zuschauer: 66 000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Ribéry (35.), 2:0 Timoschtschuk (37.), 3:0 Ribéry (50.)

Gelbe Karten: Gomez / Frei

Beste Spieler: Kraft, Ribéry / Frei

Die Bayern-Spieler beglückwünschen Timoschtschuk (2vr) zum 2:0

München – Der FC Bayern München hat Trainer Louis van Gaal im 150. Europapokal-Spiel einen souveränen Sieg beschert – und dem Liga-Rivalen Borussia Dortmund wenigstens die alleinige Gruppen- Bestmarke streitig gemacht.

Wie die Borussia in der Saison 1997/98 schafften die Münchner als zweite deutsche Mannschaft fünf Siege in der Gruppenphase der Champions League. Beim 3:0 (2:0) gegen den FC Basel mit Ex-Profi Thorsten Fink auf der Trainerbank erzielten Franck Ribery (35. und 50. Minute) und Anatoli Timoschtschuk (37.) die Treffer für den souveränen Sieger. «Wir haben die Tore geschossen. Ich bin sehr zufrieden. Fünf Siege haben auch nicht viele Clubs gemacht», erklärt Jubilar van Gaal.

Mit 15 Punkten gewannen die Bayern, die den höchsten Heimsieg in der Champions League seit dem 7:1 gegen Sporting Lissabon im März 2009 feierten, vor dem AS Rom (12) ihre Gruppe. Dem FC Basel (6) bleibt im nächsten Jahr als Gruppen-Dritter noch die Chance in der Europa League. «Das war eine ähnlich gute Leistung wie auf Schalke, nur haben wir dieses Mal auch das Tor getroffen», kommentierte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger die Leistung der Roten vor 66 000 Fans in der ausverkauften Allianz Arena.

Erst einmal aber musste der 22 Jahre alte Thomas Kraft, der wie schon beim 2:3 gegen den AS Rom für den 36-jährigen Jörg Butt wieder im Tor stehen durfte, sein Können beweisen, um die Gäste-Führung zu verhindern. Gegen Xherdan Shaquiri, Alexander Frei und Marco Streller zeigte Kraft gleich drei super Reaktionen. «In ersten Halbzeit hat uns Kraft gerettet. Das ist gut, dass er es gemacht hat und diese Erfahrung bekommt», bemerkte Trainer van Gaal.

In der Defensive wackelte der Schweizer Meister – und schenkte den Münchner die Führung. Diego Contento erkämpfte sich den Ball kurz vor der Torauslinie und legte Ribery mustergültig auf. Es war der erste Champions-League-Treffer für den Franzosen in dieser Spielzeit.

Nach einer Kopfballverlängerung von Mario Gomez erhöhte Timoschtschuk aus Nahdistanz auf 2:0. Frankreichs Nationalspieler Ribery durfte nach schöner Vorarbeit von Thomas Müller zum 3:0 einschieben – es war sein insgesamt siebenter Treffer in der Königsklasse. Toni Kroos, Mark van Bommel, Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger hätten das Ergebnis sogar noch höher gestalten können.

Der Erfolg der Münchner, bei denen Ribery einen persönlichen Aufwärtstrend andeutete, auch wenn ihm speziell im ersten Durchgang nicht alles gelang, war nie in Gefahr. Allerdings offenbarte vor allem die zentrale Abwehr erneut einige Unsicherheiten, so dass die Gäste gleich zu vier, fünf besten Möglichkeiten kamen.

Für die Bayern, die ohne Danijel Pranjic (Muskelverletzung) auskommen mussten, war es neben der 800 000-Euro-Prämie ein Sieg für das gute Gefühl sowie für die Fünf-Jahres-Wertung, die Deutschland ab 2012/13 einen zusätzlichen Startplatz in der europäischen Königsklasse bringen könnte. Bei der Achtelfinal-Auslosung am 17. Dezember liegt der FC Bayern im ersten Lostopf, der die vermeintlich schwersten Brocken als Achtelfinal-Gegner ausschließt.

Bayer-Torwart René Adler geht es besser

Trondheim – Bayer Leverkusens Stammtorwart Réne Adler wird voraussichtlich bis zum Westderby am Sonntag gegen den 1. FC Köln wieder einsatzfähig sein. Bayer-Mannschaftsarzt Achim Münster bestätigte die Diagnose, dass der Torhüter einen Hexenschuss erlitten habe.

Es sei schon eine deutliche Besserung eingetreten, teilte der Fußball-Bundesligist mit. Der 27-jährige Nationalkeeper hatte das Abschlusstraining am Dienstag vor dem Europa-League-Spiel bei Rosenborg Trondheim abbrechen müssen und war vorzeitig abgereist.

Stuttgarts Trainer Jens Keller beäugt kritisch das Training seiner Männer

Bern – Für den stark abstiegsbedrohten VfB Stuttgart ist es nur eine lästige Pflichtaufgabe, die ganze Konzentration gilt dem Klassenerhalt. Die Schwaben haben sich bereits souverän und unerwartet locker für die nächste Runde der Europa League qualifiziert.

Somit stört die Gruppenpartie bei Young Boys Bern eher die Vorbereitung auf das Schlüsselspiel in der Fußball- Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim. «Hoffenheim ist absolut präsent», räumte VfB-Trainer Jens Keller ohne Umschweife ein, dass beim Tabellenvorletzten das brisante Landesderby drei Tage später absolute Priorität genießt. «Da reicht ein Blick auf die Tabelle.»

Folgerichtig erspart Keller einem halben Dutzend stark strapazierter Stammspieler die Reise in die Schweiz. Kapitän Matthieu Delpierre, Christian Träsch, Serdar Tasci, Cacau, Timo Gebhart und Torhüter Sven Ulreich sollen sich lieber zu Hause optimal auf den Abstiegskampf vorbereiten können. Ein weiteres sonst gesetztes Sextett fliegt zwar mit nach Bern, steht aber nur für den Notfall bereit.

Aber auch mit einer B-Elf will Stuttgart beim Vierten der Schweizer Super League seine bislang makellose Bilanz in der Europa League ausbauen. «Ich will immer gewinnen. Kein Ergebnis ist zweitrangig», kündigte Keller einen beherzten Kampf und vollen Einsatz des Spitzenreiters auf dem ungewohnten Kunstrasen im Stade de Suisse Wankdorf Bern an, nachdem der VfB bereits im Hinspiel einen klaren 3:0-Sieg gefeiert hatte. «Wir wollen die Gruppe als Spitzenreiter abschließen», sagte der Trainer.

Keller wehrt sich vehement gegen die Einschätzung, in Bern nur die zweite Reihe aufzubieten. «Wir haben im Kader keine zweite Reihe. Jeder hat seine Bedeutung», betonte der 40-Jährige. «Zweite Reihe hört sich abwertend an.» Diese Partie böte jenen Profis eine Chance, die nicht so viel Spielpraxis hätten. «Ich erwarte von jedem, dass er Vollgas gibt.» Trotz aller Wertschätzung für die faktische B- Formation ließ Keller anklingen, dass gegen Hoffenheim wohl kaum einer den Sprung in die Startelf schaffen wird.

Möglicherweise nutzt der Trainer diesen «Test» auch für diverse taktische Versuche. «Ich mache das von den Spielern abhängig. Eventuell ändere ich das System», sagte er. Als sicher gilt, dass Keller eine komplett neue Mittelfeldreihe nominieren wird. Weil Cacau geschont und Ciprian Marica auch in der Europa League gesperrt ist, werden wohl Pawel Pogrebnjak und Martin Harnik das neue Angriffsduo bilden. In der Vierer-Abwehrkette stehen in Georg Niedermeier und Cristian Molinaro immerhin zwei Stammkräfte. Ersatzkeeper Marc Ziegler kommt nach seiner Rückkehr zum VfB erstmals zum Einsatz.

An Young Boys Bern schätzt Keller «das schnelle Spiel mit wenig Kontakten». Es sei eine spielerisch gute Mannschaft. «Riesenvorteil» der Schweizer sei indes der Kunstrasen: «Die sind das gewöhnt.»

Bremens Felix Kroos schleicht nach einem Tor von Tottenham über den Platz

London – Ausgeschieden und auch noch vorgeführt: Mit einer Notelf war Werder Bremen bei Tottenham Hotspur chancenlos und hat das Champions-League-Spiel in London mit 0:3 (0:2) verloren.

Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Thomas Schaaf muss sich damit nach sieben Jahren erstmals schon vor der Winterpause von der europäischen Fußball-Bühne verabschieden. Tottenham überstand genauso wie Champions-League-Sieger Inter Mailand die Gruppenphase. Twente Enschede buchte den Platz in der Europa League.

«Wir haben leider relativ früh das Gegentor bekommen. Dennoch hatten wir danach gute Passagen, wir konnten den Gegner eingrenzen. Was nicht stattgefunden hat, war die Bewegung nach vorne. Wir konnten den Gegner nicht in Not bringen», sagte Schaaf. Ein frühes und ein spätes Tor in der ersten Halbzeit besiegelten frühzeitig das Aus.

Nach einem dicken Patzer in der Bremer Abwehr erzielte der Franzose Younes Kaboul (6.) die frühe Gastgeber-Führung. In der Nachspielzeit kurz vor der Pause traf dann Luka Modric (45.). Nach dem Seitenwechsel scheiterte Gareth Bale (54.) per Foulelfmeter am Bremer Keeper Tim Wiese. Peter Crouch (79.) sorgte für den Schlusspunkt. Werder erspielte sich keine einzige Torchance. 33 546 Zuschauern an der White Hart Lane feierten das Heim-Team, das auf den früheren Hamburger Rafael van der Vaart verzichten musste.

«Nach dem schnellen Rückstand haben wir das ganz gut gemacht, aber das darf dann nicht passieren. Wir sind nicht konzentriert bis zum Ende», kritisierte Werder-Chef Klaus Allofs kurz nach dem zweiten Tottenham-Treffer. Neben den neun fehlenden Werder-Profis mit Kapitän Torsten Frings an der Spitze war auch Hugo Almeida kurzfristig mit einer Zerrung ausgefallen. Der zuletzt grippekranke Petri Pasanen kam am Spieltag nach, saß aber zunächst nur auf der Bank.

Angesichts der Bremer Personalprobleme kam Felix Kroos, der Bruder des Münchner Nationalspielers Toni Kroos, genauso zu seinem Profi- Debüt wie sein Drittliga-Kollege Dominik Schmidt und zeigte eine passable Leistung. Insgesamt sechs Spieler aus der Bremer U23 waren in London im Kader. Vier standen auf dem Rasen.

Doch es dauerte nicht einmal fünf Minuten, da stimmten die Fans an der White Hart Lane ihre berühmten Freudengesänge an. Aaron Lennon hatte den lahmen Bremern auf dem Flügel gezeigt, was Sprinten bedeutet. Fünf Werder-Profis staunten, als die Flanke von der rechten Angriffsseite in den Strafraum segelte und der völlig frei stehende Kaboul mit einem Rechtsschuss verwandelte.

Werder versuchte sich mit neuer 4-1-4-1-Taktik, spielte ordentlich, aber ohne Zug zum Tor. Den ersten Schuss auf’s Spurs- Gehäuse gab Aaron Hunt in der 21. Minute ab. Deutlich stärker waren die Hausherren. Der erneut schwache Per Mertesacker verlor kurz vor der Pause das Kopfball-Duell gegen Peter Crouch. Von dem Patzer profitierte Modric, der aus kurzer Distanz traf.

Nach dem Wechsel drückte vor allem der später ausgewechselte Publikumsliebling Bale dem Spiel seinen Stempel auf. Zunächst traf er mit einem Freistoß den Querbalken, dann fand er vom Elfmeterpunkt mit Wiese seinen Meister. Kroos hatte gegen Modric das Bein stehen lassen. Bremen bemühte sich weiter redlich, doch es kam wie es kommen musste: Nachdem zweimal das Aluminium im Weg gewesen war, traf Crouch nach Vorarbeit von Lennon.

96-Torjäger Abdellaoue in Norwegen auf Platz zwei

Hannover – Fußball-Profi Mohammed Abdellaoue von Hannover 96 hat den Kampf um die Torjäger-Krone in Norwegen knapp verloren. Trotz seines Wechsels im August belegte der Ex-Stürmer von Valerengen Oslo mit 15 Treffern den zweiten Platz in der Torschützenliste.

Der Senegalese Djiby Fall von Molde FK überholte Abdellaoue, der mitten in der norwegischen Saison für rund 1,1 Millionen Euro von Oslo nach Hannover gewechselt war, mit seinem 16. Saisontor am letzten Spieltag. Rosenborg Trondheim stand schon vor dem letzten Spieltag als norwegischer Meister fest. Es ist der 22. Titel für den Europa-League-Gegner von Bayer Leverkusen.

Bayer will Wiedergutmachung - Bender verletzt

Leverkusen – Bayer Leverkusen will in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern Wiedergutmachung betreiben.

«Die Spieler waren nach dem schwachen Spiel gegen Aris Saloniki selbstkritisch, das ist der erste Schritt zur Besserung», sagte Bayer-Cheftrainer Jupp Heynckes und forderte eine «deutliche Leistungssteigerung» gegen den Aufsteiger aus der Pfalz. In der Europa-League-Partie hatte die Werkself zwar 1:0 gegen die Griechen gewonnen, aber miserabel gespielt.

Gegen Lautern muss Bayer wohl auf Mittelfeldspieler Lars Bender verzichten, der sich in der Begegnung gegen Saloniki eine Schädelprellung zugezogen hat. Für ihn dürfte Nationalspieler Simon Rolfes in die Startformation rücken. Auch der in der Begegnung gegen Saloniki erstmals wieder in den Kader zurückgekehrte Renato Augusto wird nicht von Beginn an spielen.

Die Lauterer hatten zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach (3:0) gewonnen und eine Serie von sieben Partien ohne Sieg beendet. Dennoch gehen sie mit großem Respekt in das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten. «Unser Gegner hat eine Wahnsinnsqualität – nicht nur in seiner Anfangsformation, sondern auch auf der Bank», sagte FCK- Trainer Marco Kurz, der den Bayer-Auftritt gegen Saloniki beobachtet hatte. «Aber wir fahren nicht dahin, ohne selber ein Ziel auszugeben: Unsere Zielrichtung ist, etwas mitzunehmen», meinte Kurz.

Doch den Tabellen-14. plagen weiterhin Verletzungssorgen. Die Abwehrspieler Rodnei und Jan Simunek werden wohl erst kommende Woche mit Reha-Maßnahmen beginnen. Der flinke Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Kurz: «Wir müssen umstellen, können aber auf mehrere Systeme zurückgreifen.»

Ein besonderes Augenmerk werden die Lauterer auf den Leverkusener Sidney Sam richten, der in der vergangenen Saison im FCK-Trikot maßgeblich am Wiederaufstieg der «Roten Teufel» beteiligt war. Sam hat sich «gut weiterentwickelt und ist bei Leverkusen längst eine feste Größe», sagte Kurz.

Hannover 96 will BVB stürzen - Enke-Tod kein Thema

Hannover – Keine Gedenkminute, kein Trauerflor – Hannover 96 wird beim Bundesliga-Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund nicht an Ex-Torwart Robert Enke erinnern. Dessen Todestag jährt sich drei Tage später zum ersten Mal.

«Trauer ist eine persönliche Sache, mit der jeder selber umgehen muss. Das werde ich auch tun. Unser Spiel gegen Dortmund hat damit nichts zu tun», erklärte 96-Mannschafskapitän Steve Cherundolo.

Die Konzentration der Fußballprofis soll der sportlichen Herausforderung gelten. Dies entspricht voll und ganz der Linie der Vereinsführung um Clubchef Martin Kind und der Sportlichen Leitung. Trainer Mirko Slomka und Sportdirektor Jörg Schmadtke möchten das 96-Team nach dem positiven Saisonstart mit 16 Punkten aus zehn Partien in der oberen Tabellenhälfte positionieren.

«Dazu müssen wir gegen Dortmund punkten. Das ist rundum eine Klassemannschaft, aber wir haben schon gezeigt, dass wir das können», sagte Slomka. Die Auswärtsstärke der Dortmunder, die alle fünf Bundesliga-Partien in fremden Stadien gewonnen haben, entmutigt ihn nicht: «Jede Serie muss einmal reißen».

Die Dortmunder gehen als Favorit in ihr 19. Saison-Pflichtspiel, auch wenn den Profis noch das Europa-League-Spiel in Paris in den Knochen steckt. Trainer Jürgen Klopp befürchtet aber keine Auswirkungen. «Ich gehe davon aus, dass am Sonntag wieder alle frisch und wach sind», meinte Borussias Erfolgscoach. «Wir haben großes Lust auf dieses Spiel», versicherte Abwehrspieler Neven Subotic.

Dortmund kann mit einem Sieg den Auswärts-Startrekord auf sechs Spiele schrauben. Fraglich ist der Einsatz von Lukasz Piszczek (Verhärtung im Oberschenkel) verzichten. Bei Hannover 96 fällt Manuel Schmiedebach (gesperrt) aus.

bvb auf recordjagd

Dortmund – Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund geht auf Rekordjagd. Ein Sieg des Tabellenführers im Spiel am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim wäre der achte Erfolg in Serie. Das gelang dem Traditionsclub in seiner bisherigen Vereinsgeschichte noch nie.

Neven Subotic hofft eine Fortsetzung des Höhenfluges. «Anfangs hieß es andauernd, da sind Borussias junge Wilde. Jetzt spielen wir aber schon eine ganze Weile auf diesem konstant hohen Level. Wir haben unseren Kritikern ordentlich was reingedrückt», sagte der Verteidiger den «Ruhr Nachrichten».

Allerdings muss BVB-Trainer Jürgen Klopp neben dem Langzeitverletzten Sebastian Kehl im defensiven Mittelfeld wohl auch auf Sven Bender verzichten. Der Jungprofi hat sich im Europa-League-Spiel gegen Paris (1:1) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Für ihn könnten Mario Götze oder Antonio da Silva auflaufen. Der in der Partie gegen Paris gesperrte Außenverteidiger Marcel Schmelzer kehrt dagegen in die Starformation zurück.

Wie Dortmund ist auch der Tabellen-5. nicht frei von Verletzungssorgen. Die Abwehrspezialisten Andreas Ibertsberger und Josip Simunic fehlen. Simunic muss nach abgelaufener Rot-Sperre wegen einer Schleimbeutelentzündung am Fersensporn passen, Ibertsberger fehlt wegen einer Leistenzerrung. «Wir müssen schon an unsere Grenzen gehen, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen», sagte Ralf Rangnick. Der Fußball-Lehrer hält große Stücke auf den Gegner: «Dortmund hat mehr Qualität als Mainz und wird bis zum Schluss da oben mitspielen.»

Der Gastgeber kann auf ein ausverkauftes Stadion hoffen. Bereits über 79 000 Karten wurden für das Spitzenspiel verkauft. Hoffenheims Abwehrspieler Marvin Compper fühlt sich in der Rolle des Außenseiters wohl: «Die meisten denken, dass der BVB seine Serie fortführt. Genau deshalb haben wir eine Chance, was zu holen. Keiner setzt auf uns.»