Champions League

Oliver Kahn Blog: Mourinho - Zwischen Genialität und Größenwahn

Servus liebe Blog-User,

am Dienstag und Mittwoch stehen die Halbfinal-Rückspiele in der Champions League an. Mit einem 1:0 im Rücken reist Chelsea zum FC Barcelona, der FC Bayern mit einem 2:1-Vorsprung nach Madrid. Eines ist jetzt schon klar: Die Hinspielergebnisse sind keine beruhigenden Polster. Auf Chelsea und den FC Bayern warten heiße Spiele, zu Hause sind die beiden spanischen Teams noch deutlich stärker als in der Fremde.

Bloß nicht auf ein 0:0 spielen…

Als ob die Münchner Aufgabe per se nicht schwer genug wäre, erhält sie zusätzlich Gewicht durch das Resultat des Clasicos am Samstag. In überragender Form präsentierte sich Real und gewann 2:1 in Barcelona. Damit sind die Königlichen so gut wie Meister, das Selbstbewusstsein der Madrilenen hat dadurch einen weiteren Schub erhalten. Die gesamte Mannschaft scheint extrem fokussiert und gefestigt. Das ist der FC Bayern aber auch. Denn selbst die hitzige Auseinandersetzung zwischen Ribéry und Robben vorige Woche steckte die Mannschaft weg, als sei nichts gewesen.

In der Liga schießen die Königlichen aus Madrid in dieser Saison im Schnitt fast vier Tore pro Heimspiel. Wie begegnet man dieser Tormaschinerie am besten?

Die Pass- und Laufwege von Mesut Özil müssen zugestellt werden. Vieles läuft über den Spielmacher, in 100 Spielen für Real kommt er auf überragende 56 direkte Torvorlagen. Darüber hinaus muss Philipp Lahm im Verbund mit Arjen Robben den Superstar Cristiano Ronaldo erneut weitgehend aus dem Spiel nehmen.

Es gilt zudem, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auch von einem möglichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. José Mourinho wird seine Mannschaft sicher mit einer offensiveren Grundausrichtung als im Hinspiel aufs Feld schicken und sich, wie schon im Clasico am Samstag zu sehen war, nicht auf ein knappes 1:0 verlassen. Ebenso wenig würde ich den Bayern raten, auf 0:0 zu spielen. Das ginge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schief. Das Rückspiel könnte sich daher zu einem offenen Schlagabtausch entwickeln. Madrid wird mindestens drei Tore benötigen, um ins Finale einzuziehen, da die Bayern-Offensive auch in diesem beeindruckenden Stadion für ein oder zwei Tore gut ist.

Das Bernabeu zählt zu den eindrucksvollsten Spielstätten der Welt. Sechsmal habe ich dort gespielt, ich erinnere mich an jede einzelne Partie. Ein ums andere Mal haben wir dort nicht sonderlich gut ausgesehen. Dreimal blieben wir ohne eigenen Torerfolg. Unser bestes Spiel machten wir im Jahr 2000, als wir in der zweiten Gruppenphase 4:2 gewannen. Später trafen wir im Halbfinale wieder auf Real. Leider gelang es uns nicht, die starke Leistung aus der Zwischenrunde zu wiederholen und verloren im Bernabeu mit 0:2. Und damit waren wir sogar noch gut bedient.

Von der Atmosphäre im Stadion dürfen sich die Bayern-Spieler auf keinen Fall einschüchtern lassen. Die Mannschaft ist erfahren genug, um mit diesem Hexenkessel besonnen umgehen zu können. Wenn der FC Bayern noch kompakter auftritt als im Hinspiel, die Fehlpassquote minimiert und das Spiel möglichst offen gestaltet, stehen die Chancen gut, dass der FCB den Traum vom Finale im eigenen Stadion realisieren kann.

Chelsea wird die Kraft ausgehen

Das Spiel offen zu gestalten wird der FC Chelsea im anderen Halbfinale erst gar nicht versuchen. Das Rückspiel wird ähnlich ablaufen wie die erste Begegnung vor wenigen Tagen: Barcelona wird circa 80 Prozent Ballbesitz haben und sich zwangsläufig einige Großchancen erspielen. Gelingt es Barcelona diesmal, ihre Möglichkeiten zu verwerten, wird der Titelverteidiger problemlos zum dritten Mal in den letzten vier Jahren ins Champions-League-Endspiel einziehen.

Großes Plus für die Katalanen im Vergleich zum Hinspiel: Schon an der Stamford Bridge waren die Chelsea-Kicker nach 80 Minuten sichtlich platt. Und im Camp Nou dürften die Kräfte der Briten wesentlich früher schwinden, da dort das Spielfeld etwas größer ist und diese rustikale defensive Spielweise alles an Einsatz abverlangt. Je größer das Spielfeld, desto schwieriger wird es, das barcatypische Kombinationsspiel zu unterbinden.

Für die Katalanen steht die Aussicht auf die erstmalige Titelverteidigung einer Mannschaft in der Königsklasse ohnehin über allem. Diesem Ziel ordnen Pep Guardiola und Co. alles unter, wie bei der Heimpleite gegen Real Madrid zu sehen war, als einige Leistungsträger geschont wurden.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass der FC Bayern und der FC Barcelona sich durchsetzen und am 19. Mai in München begegnen werden. Wer zieht Eurer Meinung nach ins Finale ein? Auf unserer Champions League-Seite haben wir ein großes Voting zu den beiden Semifinalspielen vorbereitet. Klickt Euch rein und stimmt ab!,

Euer,

Oliver Kahn

Bayern München ist 940 Millionen Euro wert

Der deutsche Rekordmeister Bayern München liegt in der Liste der wertvollsten Fußballvereine der Welt auf Platz fünf.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München liegt in der Liste der wertvollsten Fußballvereine der Welt auf Platz fünf. Nach Berechnungen des US-Magazins Forbes beläuft sich der Wert des Bundesligisten auf umgerechnet 940 Millionen Euro. Angeführt wird die Rangliste seit 2004 vom englischen Rekordchampion Manchester United (1,70 Milliarden Euro), auf den Plätzen folgen die spanischen Klubs Real Madrid (1,42) und FC Barcelona (1,00).

Auf den zehnten Rang schaffte es Schalke 04 mit einem Wert von 446 Millionen Euro. Auch Borussia Dortmund (300 Millionen) und der Hamburger SV (270) liegen auf den Plätzen 14 und 16 noch unter den Top 20. Das US-Magazin berücksichtigt bei seiner Berechnung neben eigenen Recherchen auch die Zahl der Fans sowie den “Football Money League”-Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

Die Forbes-Liste in der Übersicht:

1. Manchester United (England) 1,70 Milliarden Euro

2. Real Madrid (Spanien) 1,42

3. FC Barcelona (Spanien) 1,00

4. FC Arsenal (England) 0,98

5. Bayern München (Deutschland) 0,94

6. AC Mailand (England) 0,75

7. FC Chelsea (England) 0,57

8. FC Liverpool (England) 0,47

9. Juventus Turin (Italien) 0,45

10. Schalke 04 (Deutschland) 0,44

11. Tottenham Hotspur (England) 0,42

12. Inter Mailand (Italien) 0,37

13. Manchester City (England) 0,33

14. Borussia Dortmund (Deutschland) 0,30

15. Olympique Lyon (Frankreich) 0,29

16. Hamburger SV (Deutschland) 0,27

17. AS Rom (Italien) 0,26

18. Olympique Marseille (Frankreich) 0,26

19. FC Valencia (Spanien) 0,21

20. SSC Neapel (Italien) 0,21

Der Champions-League-Pokal ist in München

UEFA-Präsident Michel Platini übergab am Freitagnachmittag die Champions-League-Trophäe offiziell an Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.

Der Champions-League-Pokal ist seit Freitag da, wo er nach Wunsch des FC Bayern München auch im kommenden Jahr bleiben soll: UEFA-Präsident Michel Platini übergab am Freitagnachmittag die Trophäe offiziell an Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Der Zeremonie im Alten Rathaus der bayerischen Metropole wohnten unter anderem auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei.

Am 19. Mai findet in der Arena in München das Finale der Königsklasse statt. Nach dem 2:1 im Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid lebt auch beim FC Bayern vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und Sat.1) weiter der Traum vom Heim-Finale und vom fünften Gewinn des wichtigsten europäischen Wettbewerbs im Vereinsfußball. Titelverteidiger ist der FC Barcelona, der im zweiten Halbfinale einen 0:1-Rückstand gegen den FC Chelsea aufholen muss.

“Diese jährliche Pokalübergabe-Zeremonie symbolisiert den Beginn des Countdowns zu den Klubwettbewerbs-Endspielen. Ich möchte dem DFB für seine Unterstützung bei der Vorbereitung eines weiteren fantastischen europäischen Fußballfests danken”, sagte Platini.

Bis zum Endspiel geht der Henkel-Pott aber erst einmal auf die so genannte “Trophy Tour” quer durch München. Erste Station wird am Samstag am Stachus (10.00 bis 18.00 Uhr) sein. Dort haben die Fans die Möglichkeit, die Trophäe aus der Nähe zu betrachten. Eskortiert wird das Objekt der Begierde stets von zwei Sicherheitsbeamten.

Neben dem Pokal der Männer überreichte Platini im Beisein der UEFA-Botschafter Steffi Jones, Paul Breitner und Willy Sagnol auch die Trophäe der Frauen an Münchens Sportbürgermeisterin Christine Strobl. Das Champions-League-Endspiel der Frauen steigt am 17. Mai im Münchner Olympiastadion. Sehr gute Chancen auf die Teilnahme hat der 1. FFC Frankfurt nach einem 2:1-Erfolg beim FC Arsenal. Turbine Potsdam steht dagegen nach einem 1:5 bei Titelverteidiger Olympique Lyon vor dem Aus.

Drogba feiert seinen Treffer zum 1:0-Endstand

Der FC Barcelona hat auf seinem Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League einen herben Rückschlag erlitten und gegen den FC Chelsea mit 0:1 verloren.

Der FC Barcelona hat auf seinem Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League einen herben Rückschlag erlitten. Der spanische Meister unterlag zum Auftakt seiner Woche der Wahrheit an der Stamford Bridge dem FC Chelsea im Halbfinal-Hinspiel 0:1 (0:1) und steht nun beim Rückspiel am kommenden Dienstag im heimischen Camp Nou unter enormen Druck. Letztmals hatten die Katalanen am 16. Februar 2011 ein Spiel in der Königsklasse verloren (1:2 beim FC Arsenal), anschließend blieben sie 16-mal in Folge unbesiegt. Didier Drogba erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) den goldenen Treffer für den Außenseiter.

Nach dem 2:1 von Bayern München gegen Barcelonas Erzrivalen Real Madrid, der am Samstag als Tabellenführer zum Clásico in die katalanische Metropole reist, ist das Traumfinale aus deutscher Sicht zwischen dem deutschen Rekordmeister und Barca am 19. Mai in München nach wie vor eine wackelige Angelegenheit.

Vor ausverkauftem Haus mit 38.039 Zuschauern machten die Hausherren von Beginn an Druck und kamen in Person von Drogba dem Tor der Katalanen auch gefährlich nahe. Die erste richtig gute Chance hatten aber die Gäste in der neunten Minute nach toller Vorarbeit von Iniesta durch Alexis Sánchez. Der Ball prallte nach einem gekonnten Lupfer des Chilenen über Chelsea-Torwart Petr Cech aber nur an die Latte.

Kurz darauf hatte der tschechische Nationaltorwart Glück, als er den Ball nach einem Schuss von Iniesta nur nach vorne abwehren konnte, Cesc Fábregas aber den Abpraller nicht verwerten konnte. Die Spanier hatten nun wesentlich mehr Spielanteile, fanden aber zunächst kein Durchkommen gegen die massierte Deckung der Blues. Superstar Lionel Messi konnte immerhin in der 28. Minute durch einen Kopfball auf sich aufmerksam machen, den Cech aber problemlos entschärfte.

Chelsea, in der englischen Meisterschaft abgeschlagen, konnte sich nach starkem Beginn offensiv kaum noch in Szene setzen. Die ehemalige Mannschaft von Michael Ballack, der 2009 mit Chelsea nach zwei denkwürdigen Halbfinalspielen gegen Barcelona ausgeschieden war, hatte Glück, dass Ashley Cole in der 43. Minute nach einem Schuss von Fábregas für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie klären konnte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte dann Drogba einen Fehler der Gäste gnadenlos zur glücklichen Führung von Chelsea aus. Für den Ivorer war es der fünfte Treffer in der aktuellen Europacup-Saison.

Nach der Pause verstärkte das Team von Interimscoach Roberto Di Matteo noch mehr die Defensive, sodass es für Barcelona ein Jahr nach dem Triumph von London gegen Manchester United (3:1) immer schwieriger wurde. Doch Adriano (50.) hatte frühzeitig die Chance zum Ausgleich, fand aber in Cech seinen Meister. Sechs Minuten später vergab Fábregas aus kurzer Distanz. Auch in der Folgezeit mühte sich der Favorit nach Kräften, konnte das Bollwerk der Engländer aber nicht knacken. In der 87. Minute war Cech erneut auf dem Posten, als er einen Kopfball von Barca-Verteidiger Carles Puyol zur Ecke parierte. In der Nachspielzeit traf Pedro den Pfosten und vergab damit die letzte Ausgleichschance.

Bundesliga-Schiedsrichter Felix Brych aus München hatte die teilweise sehr hitzig geführte Partie gut im Griff. Cech auf Seiten der Engländer und Iniesta beim Titelverteidiger waren die jeweils besten Akteure ihrer Teams.

Oliver Kahn Blog: Mourinho - Zwischen Genialität und Größenwahn

Servus liebe Blog-User,

am Dienstag kommt es im Halbfinale der Champions League zum Duell zwischen dem FC Bayern und Real Madrid. Die spanische Sportzeitung „Marca“ spricht vollmundig vom „Clásico Europas – ein Duell, in dem die Funken fliegen“. Auf die „Königlichen“ trafen die Bayern zuletzt vor fünf Jahren, die letzte Begegnung mit deren Trainer liegt weniger weit zurück. 2010 verloren die Münchner gegen das von José Mourinho trainierte Inter Mailand im Champions-League-Finale mit 0:2.

Kein Trainer polarisiert wie Mourinho

Trotz einer bemerkenswerten Titelsammlung (u.a. 2 Mal Champions League-Sieger, Europapokal-Sieger, Meister mit Porto, Chelsea und Inter) polarisiert der 48-Jährige die Fußball-Welt wie wahrscheinlich kein anderer Trainer. Die einen halten ihn für ein Genie, die anderen sehen in ihm einen arroganten Selbstdarsteller. Mourinho – the special one.

Kritiker werfen Mourinho vor, in seinen Clubs „verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Tatsache ist, dass es sowohl bei Chelsea als auch bei Inter nach Mourinhos Abgang keine Konstanz mehr gegeben hat. Chelsea verschliss sechs Trainer seit Mourinhos Abgang 2007. Bei Inter waren es fünf Trainer in nur zwei Jahren nach dem Titelgewinn in der Champions League 2010. Dies hängt sicherlich damit zusammen, dass der Portugiese ein ausgeprägter Machtmensch ist, der aufpassen muss, dass extremes Selbstbewusstsein nicht in Hybris umschlägt. Es ist bezeichnend, dass Mourinho im letzten Sommer bei Real den Machtkampf mit Generaldirektor Valdano gesucht und schließlich auch gewonnen hat. Verlässt dann jemand mit einer solchen Machtfülle den Club, entsteht zwangsläufig ein großes Vakuum.

Für Mourinho gehen die Spieler durchs Feuer

Mourinho ist ein Trainer mit großer Persönlichkeit, der seine Mannschaften bis ins kleinste Detail zu formen versteht. Seine Handschrift ist auf allen Stationen klar erkennbar. Ob Chelsea, Inter oder jetzt Real – sie alle spielen einen sehr disziplinierten, körperlichen Fußball, bei dem die Defensive eine wichtige Rolle spielt. In Mailand hat es Mourinho vor zwei Jahren geschafft, den großen Favorit Barcelona mit einer extremen Mauertaktik auszuschalten. In Madrid ist es Mourinho gelungen, die Mannschaft defensiv zu stabilisieren. Wo früher bei den „Königlichen“ oftmals ein Hurra-Stil gepflegt wurde, herrscht jetzt eine sehr gesunde Balance zwischen Offensive und Defensive. So wenig Gegentore wie unter Mourinho hat Real schon lange nicht mehr kassiert. Und trotzdem sind die Madrilenen offensiv immens gefährlich. Wie schon im Vorjahr haben sie auch aktuell in der Liga wieder mehr als hundert Tore geschossen. Das ist selbst für Madrid keine Selbstverständlichkeit.

Und auch das ist eine Stärke von Mourinho: Ihm gelingt es, aus eher egozentrisch veranlagten Starensembles echte Mannschaften zu formen. Ob bei Chelsea mit Drogba, Lampard oder Terry oder bei Inter mit Sneijder, Eto’o und Milito oder aktuell bei Real mit Ronaldo, Kaka, Özil – seine Mannschaften agieren auf dem Platz stets als Einheit.

Mourinho schafft es auf jeder Station, die Spieler so weit zu bringen, dass sie für ihn hundertprozentig durchs Feuer gehen. Viele Spieler, die unter ihm trainieren, haben mir bestätigt, dass Mourinho eine absolute Koryphäe ist. Es gibt wahrscheinlich keinen Profi in ganz Europa, über den Portugiese nicht alles weiß. Manchmal beschleicht mich sogar das Gefühl, er würde auch die Stärken und Schwächen des gegnerischen Platzwarts kennen.

Mourinho kann noch schlechter verlieren als ich

Mourinho stellt sich immer vor seine Mannschaft. Alle Gefechte auf dem Platz werden gemeinsam geschlagen, alle Gefechte außerhalb des Platzes werden von ihm geführt. Mitunter auch sehr ruppig. Erinnert sei an die Szene im Clasico gegen Barcelona, als er bei einer Massenrangelei dem Co-Trainer der Katalanen ins Gesicht gegriffen hat. Mourinhos Hitzigkeit überträgt sich mitunter auch auf die Mannschaft. Seit seinem Amtsantritt im August 2010 wurden wettbewerbsübergreifend 23 Real-Spieler vom Platz gestellt.

Manchem traditionsbewussten Fan und Funktionär in Madrid stößt unangenehm auf, dass Mourinho sich unverhältnismäßig oft mit den Schiedsrichtern, anderen Trainern oder den Medien anlegt. Der Vorwurf lautete, er würde mit seinen permanenten Sticheleien und dem angeblich schlechtem Betragen die sprichwörtlich noble Kultur des „königlichen Clubs“ beschädigen. Mein Eindruck ist, dass die Medien das Bild von Mourinho etwas überzeichnen.

Tatsache ist aber, dass „the special one“ ein Trainer ist, der extrem schlecht verlieren kann, vielleicht sogar schlechter als ich zu meiner aktiven Zeit. Aus dieser Leidenschaft des unbedingten Siegen-Wollens entwickelt Mourinho eine enorme Energie, die – gepaart mit seinem exzellenten Fachwissen – eine Mannschaft zusammenschweißen und mitreißen kann. Diese Leidenschaft ist aber Segen und Fluch zugleich. In den letzten Clasico-Duellen mit dem Erzfeind Barcelona wirkte Mourinhos Real mitunter viel zu emotional, was sich ab einem gewissen Punkt eher negativ auf die Leistung auswirkt.

Der FC Barcelona ist die Größe, an der sich Mourinho misst. Die Katalanen zu übertrumpfen ist sein großes Ziel. Im Vorjahr gewann Barca die spanische Meisterschaft und die Champions League, Real „nur“ den Copa del Rey. Madrid und Mourinho brauchen jetzt dringend Erfolge. Real muss ins Finale, die Bayern wollen ins Finale – genau diese Konstellation macht das Duell so spannend. Ein Vorteil für die Bayern könnte dabei sein, dass der spanische Clasico zwischen Real und Barca genau zwischen den beiden Bayern-Duellen liegt.

Trotz aller Kritikpunkte ist Mourinho für mich der zurzeit weltbeste Trainer. Ein Mann, der eine Ära prägen kann, der für absoluten Erfolg steht.

Zum „europäischen Clasico“ haben wir auf auf unserer Champions League-Seite über ein Dutzend Votings kreiert. Müller oder Kroos, wer sollte spielen? Taktikschach oder offenen Schlagabtausch, was für ein Spiel werden wir erleben? Klickt Euch rein. Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

Euer,

Oliver Kahn

Real spaziert ins Halbfinale der Champions League

Real Madrid hat im Schongang das Traum-Halbfinale gegen Bayern München perfekt gemacht. Im zweiten Halbfinal-Duell der Champions League trifft der FC Chelsea aufden FC Barcelona.

Real Madrid hat im Schongang das Traum-Halbfinale gegen Bayern München perfekt gemacht. Im zweiten Duell der Vorschlussrunde der Champions League stehen sich der FC Chelsea und Titelverteidiger FC Barcelona gegenüber, der sich ebenso wie die Bayern bereits am Dienstag für die Runde der besten vier Teams Europas qualifiziert hatte.

Real setzte sich im Rückspiel gegen das Überraschungsteam APOEL Nikosia aus Zypern auch ohne Mesut Özil und andere Stars 5:2 (2:0) durch, nachdem das Hinspiel bereits 3:0 für den spanischen Tabellenführer ausgegangen war. Chelsea gewann nach dem 1:0 bei Benfica Lissabon an der heimischen Stamford Bridge ein 2:1 (1:0) gegen die Portugiesen.

Bayern trifft am 17. April im Hinspiel zu Hause auf Real, am 25. April findet das Rückspiel in Madrid statt. Am 18. April emfängt Chelsea Barcelona mit Superstar Lionel Messi, am 24. April sind die Engländer in Camp Nou zu Gast. Das Finale steigt am 19. Mai in München.

In Madrid hatte Trainer José Mourinho wie angekündigt einige Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen. Özil bekam ebenso eine Pause verordnet wie sein Nationalmannschaftskollege Sami Khedira, der an seinem 25. Geburtstag noch nicht mal im Kader stand. Karim Benzema, der im Hinspiel zweimal getroffen hatte, saß wie Özil 90 Minuten auf der Bank.

Unter anderem erhielten der ehemalige Dortmunder Nuri Sahin und der frühere Münchner Hamit Altintop eine Chance bei den Königlichen, die den Außenseiter vor der Pause ohne große Anstrengungen beherrschten. Cristiano Ronaldo (26.) und Kaká (37.), der in der 42. Minute noch den Pfosten traf, sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Einen historischen Treffer durften dann die Gäste bejubeln, als dem gebürtigen Brasilianer Manduca in der 67. der Anschlusstreffer gegen viel zu passive Madrilenen gelang. Ronaldo mit seinem achten Treffer im laufenden Wettbewerb (75.) stellte dann den alten Abstand wieder her, José Callejón (80.) erhöhte auf 4:1. Esteban Solari verwandelte einen Foulflemeter zum 4:2 (82.), bevor Ángel Di María (84.) den Schlusspunkt setzte.

In London brachte Frank Lampard die Hausherren mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 21. Minute in Führung. Benfica-Kapitän Javi Garcia hatte zuvor im eigenen Strafstoß Ashley Cole von den Beinen geholt. Nach der Führung taten sich die Engländer leichter, wobei ihnen auch noch eine Gelb-Rote Karte gegen Uruguays Nationalspieler Maxi Pereira in der 40. Minute in die Karten spielte.

Fünf Minuten nach der Pause hätte Ramires frühzeitig den Sack zumachen müssen, der Brasilianer verfehlte aber aus kurzer Distanz das Ziel. Lissabon mühte sich in Unterzahl aber nach Kräften und machte die Partie durch den Ausgleichstreffer von Javi García (85.) noch einmal spannend. Raul Mereiles machte in der zweiten Minute der Nachspielzeit gegen seine Landsleute aber alles klar.

Schalke 04 mit Rekordumsatz im Jahr 2011

Der DFB-Pokal-Sieg und der Einzug ins Champions-League-Halbfinale 2011 haben Schalke 04 einen Rekordumsatz von 199,8 Millionen Euro im vergangenen Kalenderjahr beschert.

Der DFB-Pokal-Sieg und der Einzug ins Champions-League-Halbfinale 2011 haben Schalke 04 einen Rekordumsatz von 199,8 Millionen Euro beschert. Allerdings ist der Stand der Verbindlichkeiten des Fußball-Bundesligisten trotz einer Reduzierung um 30,9 Millionen im Kalenderjahr 2011 und eines Überschusses von 5,57 Millionen Euro weiterhin enorm. Er beträgt inklusive der passiven Rechnungsabgrenzungsposten zum 31. Dezember 2011 163,75 Millionen Euro.

Die Zahlen, die die Schalker am Donnerstag der Deutschen Fußball Liga (DFL) übermittelten, beziehen sich nur auf den eingetragenen Verein. Die Verbindlichkeiten des Gesamtkonzerns mit seinen Tochtergesellschaften dürfte weiterhin bei über 200 Millionen Euro liegen. Im letzten Geschäftsbericht wurden sie mit 216 Millionen Euro angegeben.

“Das wichtigste Ziel unserer wirtschaftlichen Ausrichtung bleibt in den kommenden Jahren die finanzielle Konsolidierung des FC Schalke 04″, sagte Finanzvorstand Peter Peters: “Darin sind sich der Vorstand und der Aufsichtsrat des Vereins einig.” Der Verein teilte mit, dass “die erhebliche Reduzierung des Personalaufwands”, der im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 94,6 Mio. Euro betrug, Priorität besitzt.

“Aufgrund der Vertragsgestaltung der vergangenen Jahre hinsichtlich Laufzeit und Gehalt ist dies jedoch ein Prozess, mit dem wir uns noch einige Zeit befassen müssen. Dies kann dazu führen, dass das wirtschaftliche Ergebnis im kommenden Jahr nicht so positiv ausfällt wie für das Geschäftsjahr 2011″, sagte Peters. Der Konzernabschluss im Rahmen des UEFA-Lizenzierungsverfahrens will Schalke im April 2012 bei der DFL einreichen und veröffentlichen.

Der Umsatz im Erfolgsjahr der Schalker stieg um 17,9 Prozent oder 30,3 Millionen Euro. Der Klub verzeichnete damit einen Jahresüberschuss von 5,57 Millonen Euro (Vorjahr: 1,19 Mio.).

Die Bayern freuen sich über einen warmen Geldregen

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League bereits rund 37 Millionen Euro sicher.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League bereits rund 37 Millionen Euro sicher. An UEFA-Prämien hat der FC Bayern nach dem beeindruckenden 7:0 im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Basel 17,1 Millionen Euro eingespielt, dazu kommen Gelder aus dem sogenannten Marktpool (12) und Zuschauereinnahmen (8).

An Startgeld hatten die Münchner 7,2 Millionen Euro von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kassiert. 3,6 Millionen Euro gab es für die vier Siege und ein Unentschieden in der Gruppenphase. Die Qualifikation für das Achtelfinale brachte 3 Millionen ein, dazu kommen jetzt weitere 3,3 Millionen für das Erreichen des Viertelfinales. Pro Heimspiel flossen etwa 2 Millionen Euro in die Bayern-Kasse.

Die Zahlungen der UEFA aus dem Marktpool, der für Deutschland in diesem Jahr mit 50 Millionen Euro dotiert ist, belaufen sich auf rund 12 Millionen. In der vergangenen Saison waren die Bayern im Achtelfinale der Königsklasse gescheitert und hatten 18,362 Millionen aus dem Marktpool eingenommen. Da war der Münchner Sockelbetrag allerdings viel höher gewesen.

In diesem Jahr betrug er für die Bayern “nur” 3,75 Millionen. Im Vergleich dazu erhielt Meister Dortmund 12,5 Millionen und “Vize” Leverkusen 8,75 Millionen. Da die Bayern nun aber ab dem Viertelfinale als einziges deutsches Team noch im Wettbewerb sind, erhöhen sich die Einnahmen aus dem Marktpool entsprechend.

An UEFA-Prämien gäbe es für den Einzug ins Halbfinale weitere 4,2 Millionen und im Falle einer Endspiel-Teilnahme am 19. Mai 2012 in München 5,6 Millionen Euro. Bei einem Titelgewinn würden sogar 9 Millionen winken. Im Optimalfall könnte der FC Bayern inklusive Zuschauereinnahmen weit über 60 Millionen Euro einnehmen.

2010/2011 hatten sich die Einnahmen der Münchner nach offiziellen UEFA-Angaben auf 32,562 Millionen summiert – ohne Zuschauereinnahmen. Der FC Barcelona brachte es als Gewinner der Champions League ohne Zuschauereinnahmen auf 51,025 Millionen. Krösus war aber Finalist Manchester United (53,197).

Insgesamt hatte die UEFA an die 32 teilnehmenden Teams 754,1 Millionen Euro ausgeschüttet. In dieser Saison sind es knapp 800 Millionen. Die ungefähren Bruttoeinnahmen der Champions League plus des UEFA-Supercups belaufen sich nach UEFA-Angaben auf 1,1 Milliarden Euro.

Kampf um den Ball bei Inter Mailand-Marseille

Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand ist im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden und damit noch tiefer in die Krise gerutscht.

Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand ist im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden und damit noch tiefer in die Krise gerutscht. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel kam der Champion von 2010 im Rückspiel nicht über ein 2:1 (0:0) hinaus und schied wegen der Auswärtstor-Regel aus.

Nach dem Aus in der Königsklasse und nur einem Sieg in den vergangenen zehn Spielen muss Inter-Trainer Claudio Ranieri mehr denn je um seinen Job bangen. Marseille steht dagegen erstmals seit dem Titelgewinn 1993 im Viertelfinale der Königsklasse.

Stürmer Diego Milito, der beim Finalsieg 2010 gegen Bayern München (2:0) beide Tore erzielt hatte, traf zur Führung für Inter (76.). In der Nachspielzeit konnte Brandão ausgleichen (90.+2). Giampaolo Pazzinis Elfmeter-Treffer (90.+5) hatte keinen Effekt mehr.

In einer insgesamt ereignisarmen ersten Hälfte erarbeitete sich Inter ein leichtes Übergewicht, vergab allerdings nach wenigen Minuten zwei Großchancen. Wesley Sneijder konnte den Ball aus sieben Metern nicht im Tor unterbringen (8.), Augenblicke später scheiterte auch Diego Milito an Olympique-Torhüter Steve Mandanda (10.). In der zweiten Hälfte konnte Olympique das Spiel ausgeglichener gestalten. Milito sorgte im Anschluss an einen Eckball für Hoffnung in San Siro, Brandão erzielte jedoch kurz vor Schluss aus sechzehn Metern den verdienten Ausgleich und machte alle Inter-Hoffnungen zunichte.

Mario Gomez erzielte das 3:0 gegen Basel

Erneute Gala statt Totalschaden: Bayern München darf den Traum vom Heim-Endspiel in der Champions League am 19. Mai nach seinem höchsten Sieg in der Königsklasse weiter leben.

Erneute Gala statt Totalschaden: Bayern München darf den Traum vom Heim-Endspiel in der Champions League am 19. Mai nach seinem höchsten Sieg in der Königsklasse weiter leben. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Basel mit 7:0 (3:0) und untermauerte damit eindrucksvoll seine Triple-Ambitionen. Das Krisengerede, das nach dem 0:1 vor drei Wochen im Hinspiel aufgekommen war, dürfte damit zunächst verstummt sein. Nun hoffen die Bayern, bei denen Mario Gomez mit vier Treffern glänzte, bei der Auslosung der Viertel- und Halbfinals am Freitag in Nyon auf Losglück. Im März 2009 hatten die Bayern Sporting Lissabon mit 7:1 bezwungen.

Arjen Robben (10.), Thomas Müller (42.) und Gomez (44.) hatten vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena bereits zur Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem Seitenwechsel schraubte Gomez (50./61./67.) mit seinen Toren acht bis zehn im laufenden Wettbewerb (im siebten Spiel) das Ergebnis gegen die zunehmend überforderten Basler in die Höhe. Robben sorgte dann (81.) für den Schlusspunkt. Die Bayern knüpften dagegen mit einer weiteren Fußball-Demonstration nahtlos an das 7:1 in der Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag an.

“Dieses Spiel hat eine Grundbedeutung für den deutschen Fußball. Es wäre für uns alle wichtig, dass die Bayern weiterkommen”, sagte Bundestrainer Joachim Löw als Augenzeuge vor dem Anpfiff bei Sky. Entsprechend zufrieden war Bayern- und DFB-Kapitän Philipp Lahm nach dem Schlusspiff: “Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir da sind. Nach der Pausenführung hat man dann wie schon am Samstag gesehen, dass wir auch eine Mannschaft auseinandernehmen können.”

Die Bayern kontrollierten auch ohne Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, der bis zur 70. Minute auf der Bank saß, von Beginn an das Geschehen. Dabei spielte den Hausherren gegen zunächst bissige Basler auch die frühe Führung in die Karten. Bereits in der zehnten Minute egalisierte der FC Bayern durch Robben das Resultat aus dem Hinspiel. Nachdem der Ball nach einem Fernschuss von Toni Kroos von der Abwehr der Schweizer Richtung Robben abgefälscht wurde, behielt dieser kühlen Kopf und ließ Basels Torwart Yann Sommer keine Chance.

Robben und Müller hatten weitere gute Möglichkeiten, die der starke Sommer vereitelte. Kurz vor der Halbzeitpause kam es für den Schweizer Meister ganz dick: Zunächst lenkte Müller nach toller Flanke von Robben den Ball aus fünf Metern ins Tor, kurz darauf war Gomez nach einem Querpass von Geburtstagskind Holger Badstuber, der am Dienstag 23 wurde, per Abstauber zur Stelle.

Basel, zuvor seit immerhin 17 Pflichtspielen ungeschlagen und noch ohne Auswärtsniederlage in der Königsklasse, strahlte anders als im Hinspiel kaum Torgefahr aus. Die erste Chance hatte der frühere Dortmunder Alex Frei in der 40. Minute, als er per Direktabnahme übers Tor schoss. Der künftige Münchner Xherdan Shaqiri mühte sich zwar im Mittfeld, konnte dem Offensivspiel seiner Mannschaft aber nur selten Impulse verleihen.

Nach dem Seitenwechsel ging der Einbahnstraßenfußball in Richtung Basel-Tor weiter. Nach einer Flanke von Franck Ribéry erzielte Gomez akrobatisch aus fünf Metern seinen nächsten Treffer. Sommer verhinderte einige Minuten später Gomez’ dritten Treffer. Doch nur drei Minuten nach dieser Aktion war er beim Kopfball des alleingelassenen Stürmers nach Ribérys Flanke machtlos. Es war Gomez’ 17. Tor in den letzten 13 Spielen in der Königsklasse. Und auch den 18. erzielte er nach Vorarbeit von Ribéry.

Aus einer homogen starken Bayern-Mannschaft ragte der kaltschnäuzige Gomez ebenso heraus wie die Flügelzange Robben/Ribéry. Bei Basel gefiel einzig Sommer, der mit einigen Paraden eine noch höhere Pleite verhinderte.