1. FC Nürnberg

Zwangspause für Philipp Wollscheid

Abwehrspieler Philipp Wollscheid von Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat sich am Samstag beim 1:3 gegen den VfL Wolfsburg eine Adduktorenverletzung zugezogen.

Abwehrspieler Philipp Wollscheid von Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat sich am Samstag beim 1:3 gegen den VfL Wolfsburg eine Adduktorenverletzung zugezogen. Der 23-Jährige muss einige Tage mit dem Training pausieren. Ob er am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) im Auswärtsspiel des Club beim VfB Stuttgart wieder einsatzfähig sein wird, ist noch offen. Wollscheid, der im Sommer nach Leverkusen wechseln wird, war gegen Wolfsburg in der 33. Minute ausgetauscht und durch Per Nilsson ersetzt worden.

Dieter Hecking

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg will sich mit einem Sieg beim FSV Mainz 05 am Samstag bereits neun Spieltage vor Saisonschluss aller Abstiegssorgen entledigen.

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg will sich mit einem Sieg beim FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) bereits neun Spieltage vor Saisonschluss aller Abstiegssorgen entledigen. Wenn in Mainz der zehnte Saisonsieg glückte, würde er den Abstiegskampf für beendet erklären, sagte Club-Trainer Dieter Hecking am Donnerstag: “Nicht, weil 34 Punkte reichen würden, aber weil wir dann noch genügend Spiele hätten, um noch die restlichen Punkte zu holen.” Nürnberg liegt derzeit neun Punkte vor Relegationsplatz 16.

Hecking erwartet in Mainz “ein sehr intensives Spiel, weil Mainz auch viel über den Willen kommt und über die hohe Laufbereitschaft. Mit Zidan und Szalai haben sie an Qualität in der Offensive gewonnen. Wir müssen uns auf einen heißen Tanz einstellen.” Nach zuletzt drei Siegen hintereinander habe seine Mannschaft aber “an Selbstvertrauen gewonnen. Das möchte ich am Samstag auch sehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in Mainz etwas mitnehmen.”

Nicht helfen dabei kann Angreifer Tomas Pekhart, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Für ihn wird Albert Bunjaku, der am vergangenen Wochenende mit seinem Treffer den 1:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach sicherte, oder Christian Eigler stürmen. Wieder zurück ins Team kehrt Hanno Blitsch, der gegen Gladbach gesperrt gefehlt hatte.

Nürnberg hat kein Interesse an Stefan Aigner

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat am Sonntag energisch ein Interesse an Stefan Aigner vom Zweitligisten 1860 München dementiert.

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach energisch ein Interesse an Stefan Aigner vom Zweitligisten 1860 München dementiert. “Normalerweise ist es nicht unsere Art, jedes Transfergerücht zu kommentieren”, sagte Sportdirektor Martin Bader, “aber an diesem Thema ist nichts dran.” Es habe weder zu dem Spieler, noch zu dessen Berater Kontakt gegeben, ergänzte er in Anspielung auf entsprechende Berichte in Münchner und Nürnberger Medien.

Nürnberger Jubel: Albert Bunjaku traf zum Sieg

Lucien Favre stand kopfschüttelnd an der Seitenline und verstand die Welt nicht mehr. Kurz zuvor hatte ausgerechnet Landsmann Albert Bunjaku dem Schweizer den Nachmittag verdorben.

Lucien Favre stand kopfschüttelnd an der Seitenline und verstand die Welt nicht mehr. Kurz zuvor hatte ausgerechnet sein Landsmann Albert Bunjaku dem Schweizer Trainer den Nachmittag verdorben, als er in der 87. Minute den Siegtreffer zum 1:0 (0:0) für den 1. FC Nürnberg gegen Champions-League-Aspirant Borussia Mönchengladbach erzielte. Während der Schütze des goldenen Tores, der erst drei Minuten vor seinem Treffer eingewechselt worden war, mit einer Bierdusche gefeiert wurde, schlichen die Gladbacher nach dem Ende ihrer Erfolgsserie mit sieben Spielen in Folge ohne Niederlage wie begossene Pudel vom Platz.

“Wir haben nicht gut gespielt. Uns hat es an Durchschlagskraft gefehlt, wir waren oft zu wenig in Bewegung”, kritisierte Favre. Mike Hanke meinte angesichts der verpassten Chance nach den vorangegangenen Niederlagen der Konkurrenten Bayern München und Schalke 04: “Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir die Situation nicht ausnutzen konnten. Aber noch sind wir im Rennen.”

Derweil freute man sich auf Nürnberger Seite über den dritten Dreier in Folge, durch den der Club im Abstiegskampf erst einmal aus dem Gröbsten heraus ist. “Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, dass mir der Siegtreffer gelungen ist”, sagte Matchwinnner Bunjaku, der wegen einer schweren Knieverletzung fast ein Jahr hatte pausieren müssen und derzeit um einen neuen Vertrag kämpft. “Der Junge hat es nach seiner langen Leidenszeit einfach verdient, so ein Tor zu schießen”, sagte FCN-Trainer Dieter Hecking.

In der Anfangsphase hätten die Gäste vom Niederrhein in Führung gehen können, aber sowohl Nationalspieler Marco Reus (4.) als auch Hanke (6.) scheiterten vor 45.675 Zuschauern aus der Distanz am gut postierten FCN-Torwart Raphael Schäfer. Bei den Hausherren war trotz der vorausgegangenen beiden Siege gegen den 1. FC Köln (2:1) und bei Werder Bremen (1:0) von einem gesteigerten Selbstbewusstsein zunächst nicht viel zu sehen. Lediglich der zuletzt überzeugende Alexander Esswein hatte in der elften Minute den Ansatz einer Chance.

Nürnberg agierte lange Zeit viel zu passiv, um die Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die Gladbacher ihrerseits kombinierten gefällig bis zum gegnerischen Strafraum, waren dann aber zumeist mit ihrem Latein am Ende. Vor allem Reus, der am Mittwoch zuvor beim 1:2 gegen Frankreich erstmals von Beginn an in der Nationalmannschaft gespielt hatte, war um Gefahr bemüht. Aber wie schon eine Woche zuvor beim 1:1 gegen den Hamburger SV wurde der verletzte Mittelfeldspieler Patrick Herrmann schmerzlich vermisst.

Drei Minuten nach dem Seitenwechsel hatten ebenfalls die Borussen die erste Möglichkeit, die erneut von Schäfer vereitelt wurde. Nach einer Flanke von Hanke schlug Timothy Chandler über den Ball, der sichtlich überraschte Juan Arango scheiterte anschließend am Nürnberger Keeper. Chandler selbst hatte dann nach einer Stunde die bis dahin beste Möglichkeit für die Hausherren, doch der US-Nationalspieler scheiterte aus aus spitzem Winkel an U21-Torwart Marc-André ter Stegen. Dominic Maroh (75.) und Markus Feulner (78.), der in ter Stegen seinen Meister fand, vergaben zudem noch gute Gelegenheiten für die Hausherren, die sich am Ende verdient durchsetzten.

Der BVB bejubelt den umkämpften Auswärtssieg

Dank Kapitän Sebastian Kehl und Edelreservist Lucas Barrios hat Borussia Dortmund in der Nürnberger Kältekammer zumindest vorübergehend Platz eins in der Bundesliga übernommen.

Dank Kapitän Sebastian Kehl und Edelreservist Lucas Barrios hat Borussia Dortmund in der Nürnberger Kältekammer zumindest vorübergehend Platz eins in der Fußball-Bundesliga übernommen. Bei “gefühlten” Temperaturen von fast 20 Grad unter Null schossen Kehl (48.) und der zuletzt so unzufriedene Barrios (82.) mit seinem ersten Saisontor den deutschen Meister  beim 1. FC Nürnberg zu einem 2:0 (0:0)-Sieg.

Während Dortmund seine Serie mit dem dritten Dreier im dritten Spiel der Rückrunde auf 14 Spiele (36 Punkte) ohne Niederlage ausbaute, verlor der 1. FCN nach dem Auftakterfolg gegen Hertha BSC Berlin zum zweiten Mal nacheinander. Für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp hatte der sechste Auswärtssieg im elften Spiel jedoch auch eine dunkle Seite: Mittelfeldspieler Sven Bender musste wegen einer Verletzung am linken Knöchel ausgewechselt werden (22.).

Vor 45.572 Zuschauern im Frankenstadion verdiente sich der BVB den Sieg nach verschlafener Anfangsphase mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Den Nürnbergern gelang es als erster Mannschaft in der Rückrunde, die Borussia ernsthaft zu fordern. Nach starkem Beginn baute das Team von Trainer Dieter Hecking aber extrem ab, in der zweiten Halbzeit gelang ihm fast nichts mehr.

Mit kluger Raumaufteilung und bissiger Zweikampfführung setzte der Club den Gästen zunächst derart zu, dass Dortmund einige Zeit nur reagierte. Der Lohn für Nürnberg waren gute Tormöglichkeiten. Die beste vereitelte Shinji Kagawa, der einen Kopfball von Timmy Simons auf der Linie klärte (12.).

Tomas Pekhart, die einzige Club-Spitze, tauchte gleich mehrfach gefährlich vor dem BVB-Tor auf. Einmal scheiterte er aus spitzem Winkel an Roman Weidenfeller, dann schoss er freistehend aus drei Metern über das Gehäuse (18./19.). Trainer Dieter Hecking tobte ob des Chancenwuchers schimpfend durch die Coachingzone.

Kurz darauf ärgerte sich auch sein Kollege Klopp – und zwar so richtig. Bei einem Zweikampf mit Daniel Didavi knickte Bender derart unglücklich um, dass er sich eine Bänderverletzung im linken Knöchel zuzog. Nach Mario Götze ist Bender schon der zweite prominente Ausfall im Dortmunder Mittelfeld. Für ihn kam der 19 Jahre alte Moritz Leitner – und bald fand der BVB besser ins Spiel.

Angetrieben vom starken Kagawa erspielten sich die Gäste zahlreiche Chancen. Robert Lewandowski scheiterte nach klugen Pässen von Sebastian Kehl und Kagawa zweimal an Torhüter Raphael Schäfer (21./34.), Kagawa selbst hatte Pech mit einem Außenrist-Versuch, als Schäfer den Ball noch eben so abfangen konnte (36.).

Die Dortmunder Drangperiode wurde allerdings erst nach dem Seitenwechsel belohnt – da jedoch gleich beim ersten Angriff. Leitner setzte Lukas Piszczek auf der linken Seite ein, dessen klugen Rückpass Kehl aus acht Metern überlegt einschob. Das Tor des Spielführers wirkte auf Dortmund befreiend, konnten die Borussen das Spiel doch jetzt mit den gewohnten Ballstaffetten kontrollieren.

Nach einer knappen Stunde versuchte Hecking, seine zögerliche Mannschaft mit einem Doppelwechsel wieder aufzuwecken, als er Alexander Esswein für den enttäuschenden Christian Eigler und Timothy Chandler für Almog Cohen brachte.

Per Nilsson fällt vier Wochen aus

Per Nilsson vom 1. FC Nürnberg bleibt das Verletzungspech treu. Der Schwede zog sich am Montag bei einem Testspiel gegen Karlsruher SC eine Zerrung am Innenband im linken Knie zu.

Abwehrspieler Per Nilsson von Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg bleibt das Verletzungspech treu. Der 29 Jahre alte Schwede zog sich am Montag bei einem Testspiel des Club gegen Zweitligist Karlsruher SC (2:0) eine Zerrung am Innenband im linken Knie zu. Dies ergab eine Kernspin-Untersuchung im Nürnberger Südklinikum. Nilsson wird laut FCN-Mannschaftsarzt Matthias Brem erneut voraussichtlich vier Wochen ausfallen.

Nilsson hatte bereits die komplette Vorrunde nach einer Operation an der Achillessehne gefehlt. Beim Rückrundenauftakt gegen Hertha BSC Berlin (2:0) vor eineinhalb Wochen war er erstmals wieder eingewechselt worden. Gegen den KSC sollte der Innenverteidiger weitere Spielpraxis sammeln, musste jedoch kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden. Er habe sich nach einem Schlag auf die über Monate lädierte Achillessehne reflexartig sein linkes Knie verdreht, schilderte Nilsson anschließend den Vorfall.

Neben Nilsson muss Club-Trainer Dieter Hecking am Freitag (20.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen Meister Borussia Dortmund auch weiter auf Neuzugang Hanno Balitsch (Oberschenkelverletzung) verzichten. Offen ist auch noch, wann Innenverteidiger Timm Klose nach einem Muskelfaserriss wieder dabei sein kann. Mit Javier Pinola (Schambeinentzündung) rechnet Hecking erst wieder Ende Februar.

Dafür steht Rechtsverteidiger Timothy Chandler wieder zur Verfügung. Gegen den KSC spielte der US-Nationalspieler eine Halbzeit. Chandler hatte zuletzt wegen eines Faserrisses gefehlt, hätte zumindest gegen Hertha aber auch wegen einer Rotsperre nicht auflaufen dürfen.

Tomas Pekhart wurde am rechten Daumen operiert

Stürmer Tomas Pekhart vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg ist nach der 0:1-Auswärtsniederlage des Clubs bei Hannover 96 erfolgreich am rechten Daumen-Gelenk operiert worden.

Stürmer Tomas Pekhart vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg ist nach der 0:1-Auswärtsniederlage des Clubs bei Hannover 96 erfolgreich am rechten Daumen-Gelenk operiert worden. Wie die Franken auf ihrer Vereinshomepage mitteilten, sei der Eingriff am Samstagmorgen im Unfallkrankenhaus in Berlin vorgenommen worden.

Pekhart hatte sich die Fraktur im Abschlusstraining vor dem Spiel in Hannover zugezogen, wurde aber gegen die Niedersachsen zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Der Tscheche soll am Montag nach Nürnberg zurückkehren und bereits am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Hannovers Cherundolo (r.) gegen Wollscheid

Hannover 96 kann doch noch gewinnen: Nach genau 96 Tagen ohne Sieg schaffte das Team von Mirko Slomka gegen den 1. FC Nürnberg mit dem glanzlosen 1:0-Sieg einen Befreiungsschlag.

Hannover 96 kann doch noch gewinnen: Nach genau 96 Tagen und acht Bundesliga-Duellen ohne Sieg schaffte die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka gegen den 1. FC Nürnberg mit dem glanzlosen 1:0 (1:0)-Sieg einen Befreiungsschlag. Durch den Erfolg zum Auftakt des 19. Spieltags festigten die Niedersachsen den siebten Tabellenrang. Der zuvor zweimal siegreiche FCN enttäuschte vor allem in der ersten Hälfte und belegt weiterhin Platz 12.

Mohammed Abdellaoue erzielte bereits in der 18. Minute den entscheidenden Treffer für die Gastgeber. Die Maßflanke zum zehnten Saisontor des Norwegers kam von Lars Stindl.

35.400 Zuschauer in der AWD-Arena hatten sich bei frostigen Temperaturen dick eingepackt und hofften in der Mehrzahl darauf, dass Hannovers Offensivkräfte FCN-Keeper Raphael Schäfer richtig einheizen. Dabei sollten Abdellaoue und Jan Schlaudraff in Hannovers Sturm die nötige Gefahr entwickeln. Und Abdellaoue hätte schon in der siebten Minute die Heimelf in Führung bringen müssen. Nach einer Ecke von Stindl hatte der Angreifer drei Meter vor dem Tor die Zeit, den Ball zu kontrollieren, schoss ihn dann allerdings über die Latte.

Hannover schnürte Nürnberg nun mit großer Laufbereitschaft ein und blieb weiter gefährlich. Sergio Pintos Distanzschuss kratzte Schäfer aus der linken Ecke (9.). Nürnberg musste sich erstmal etwas berappeln und versuchte, durch mehr Ballbesitz besser in die Partie zu finden, hatte aber weiter Probleme mit dem aggressiven Pressing der Niedersachsen. Die logische Folge war der Führungstreffer für Hannover.

Nürnbergs Trainer Hecking gestikulierte nun an der Außenlinie, wollte, dass sich seine Mannschaft aus der Umklammerung befreit. Aber die Hannoveraner kontrollierten das Geschehen auch in der Folge und hätten kurz vor der Pause durch Schlaudraff erhöhen können (42.). Nürnberg zeigte sich dagegen kaum in der Nähe des Strafraums von Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler und knüpfte in der ersten Hälfte zu keiner Zeit an die überzeugenden Siege gegen Leverkusen und Berlin an.

Mit dem Wechsel brachte Nürnbergs Trainer Hecking mit Tomas Pekhart eine weitere Offensivkraft und plötzlich nahm der FCN am Geschehen auf dem gut bespielbaren Rasen teil. Zwar hatte 96-Innenverteidiger Emanuel Pogatetz kurz nach der Pause eine Großchance (52.), doch Nürnberg wirkte nun präsenter in den Zweikämpfen. Die Folge: Erst ein Warnschuss, dann eine Großchance von Christian Eigler. Dessen Flugkopfball parierte Zieler stark (55.).

Tribünengast Christoph Daum von Hannovers Europa-League-Gegner FC Brügge sah nun eine ausgeglichene Partie, in der sich der FCN mühte und Hannover mehr und mehr in Bedrängnis geriet. Doch Nürnberg fehlte lange die letzte Zielstrebigkeit vor dem Tor. Daniel Didavi vergab in der 88. Minute aus kurzer Distanz zudem die große Möglichkeit zum Ausgleich.

Julian Schieber traf für den 1. FC Nürnberg

Bundesligist VfB Stuttgart musste im Abstiegskampf eine bittere Niederlage hinnehmen. Am 22. Spieltag verloren die Schwaben vor eigenem Publikum mit 1:4 gegen den 1. FC Nürnberg.

Ausgerechnet die eigene Leihgabe Julian Schieber hat den VfB Stuttgart den nächsten Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg zugefügt. Der Stürmer des 1. FC Nürnberg führte die Franken im Süd-Derby bei den abstiegsgefährdeten Schwaben am 22. Bundesliga-Spieltag zu einem 4:1 (1:2)-Erfolg. Damit verpasste es Stuttgart kläglich, erstmals seit der zwölften Runde einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen.

Schieber avancierte vor 38.000 Zuschauern zum Mann des Tages. Der Stürmer erzielte einen Tag vor seinem 22. Geburtstag sein sechstes Saisontor (28.) und bereitete das 3:1 durch Timothy Chandler mustergültig vor (51.). Timmy Simons (11.) hatte die Franken zuvor in Führung gebracht, Patrick Funk gelang kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer zum 1:2 (45.+2), der aber nicht mehr zur erfolgreichen Aufholjagd reichte. Mehmet Ekici setzte in der 63. Minute den Schlusspunkt.

Nach der 13. Saisonniederlage rangiert das Team von Trainer Bruno Labbadia weiterhin auf dem 17. Platz und hat drei Zähler Rückstand auf den rettenden Rang 15. Der Club baute hingegen seine Serie weiter aus. Die Franken feierten den dritten Sieg in Folge und sind Neunter. Es war nach dem 3:2 in Bremen im Oktober 2010 erst der zweite Auswärtserfolg der Nürnberger.

Labbadia musste sein Team im Vergleich zum 3:2 in Mönchengladbach gleich auf vier Positionen umstellen. Der VfB begann jedoch dominant und drängte die Nürnberger in die eigene Hälfte. Mit direktem Kombinationsspiel überbrückten die Gastgeber immer wieder schnell das Mittelfeld. So kam Stuttgart zu ersten Möglichkeiten.

Martin Harnik setzte sich auf der rechten Mittelfeldseite gegen Javier Pinola durch und passte in den Strafraum, wo Juri Judt in höchster Not gegen den heraneilenden Pawel Pogrebnjak klärte (7.). Das erste Tor der Partie fiel jedoch auf der Gegenseite. Simons kam an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss und ließ VfB-Keeper Sven Ulreich mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck keine Abwehrchance (11.).

In der 18. Minute rettete Club-Kapitän Andreas Wolf nach einer schönen Kombination über Tamas Hajnal und Pogrebnjak vor dem freistehenden Harnik die Führung für die Franken (18.). Das 2:0 erzielte Schieber mit einem sehenswerten Kopfballtreffer nach Flanke von Chandler (28.).

Labbadia reagierte zur Halbzeit und brachte DFB-Stürmer Cacau gegen seinen Ex-Klub für Funk (46.). Doch die Umstellung auf mehr Offensive verpuffte, da Nürnberg nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel durch Chandler das vorentscheidende 3:1 erzielte (51.).

Der VfB agierte nun zusehends ängstlich und ungeordnet. Dies nutzte Ekici in der 63. Minute zum vierten Treffer der Franken. Das Ergebnis war noch schmeichelhaft für die Hausherren: Ekici mit einem Pfostentreffer (64.) und erneut der starke Schieber (67.) hätten die Führung gegen den Tabellen-17. im Alleingang noch ausbauen können.

Geldstrafen für VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg

Die Bundesligisten VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) jeweils mit Geldstrafen wegen unsportlichen Verhaltens belegt worden. Der VfB muss 7000 Euro, der Club 2000 Euro zahlen. Stuttgarter Fans hatten bei den Spielen gegen den 1. FC Köln bzw. bei Borussia Dortmund Knall- bzw. Feuerwerkskörper gezündet. Bei den Nürnbergern wurde der Lauf eines Anhängers über das Spielfeld im Duell gegen Borussia Mönchengladbach geahndet.