Archive for Februar, 2012
Sieg im Schlüsselspiel – kommt jetzt die Konstanz?
Fanorakel | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, FC Bayern München, Interessantes, Oliver Kahn Blog
Servus liebe Blog-User,
der FC Bayern hat am Sonntag gegen den FC Schalke eine längst überfällige Reaktion
gezeigt. Allerdings hatte es der FC Bayern auch mit einem Gegner zu tun, der ihnen das
Leben nicht sonderlich schwer machte. Schalke versuchte anfangs dagegen zu halten und
mitzuspielen. Zu Beginn ging dieses Konzept vor allem deshalb auf, weil es der FC Bayern
trotz guter Chancen versäumte, ein frühes Tor zu machen.
Anders als in den letzten Wochen führte das Versäumnis einer frühen Führung nicht zu
Nervosität und Verunsicherung bei den Gastgebern. Sie spielten konsequent weiter und
verfielen nicht in statische Ballstafetten, sondern blieben weiterhin variabel und forcierten das
vertikale Spiel nach vorne.
Ständige Rochaden als Wegbereiter zum Erfolg
Insbesondere die drei offensiven Mittelfeldspieler Ribéry, Robben und Müller
rochierten ständig, dadurch kam richtig viel Bewegung ins Spiel. Ein Mittel vor allem
für die Flügelspieler, um der ständigen Doppelung aus dem Weg zu gehen und für
Überraschungsmomente zu sorgen. Und wenn Ribéry und Robben doch einmal von
zwei oder drei Mann gestellt werden konnten, rieben sie sich nicht in Eins-gegen-Zwei-
Duellen auf, sondern lösten sich zumeist schnell vom Ball, was zwangsweise Räume für die
nachrückenden Spieler ergab.
Ribéry war es vorbehalten, den Bann kurz vor der Pause zu brechen. Die Führung war
überfällig, keine Frage. Jedoch war der Zweikampf zwischen Luiz Gustavo und Marco Höger
vor diesem Treffer sicherlich grenzwertig.
Nach dem Gegentreffer war Schalke noch weniger präsent und wirkte mutlos. Diese mutlose
Herangehensweise vieler Gegner, die in der Allianz Arena gastieren, wundert mich im
Übrigen etwas. Das wirkt immer so, als hätten die gegnerischen Teams sich mit einer
Niederlage schon vorher abgefunden.
Zur Schalker Mutlosigkeit gesellte sich nach dem Rückstand zunehmend Müdigkeit. Wenn
du ein schweres Spiel unter der Woche zu verkraften hattest wie die Knappen bei ihren 120
Minuten gegen Pilsen und dann zurückliegst, fällt jeder Schritt natürlich doppelt schwer. Das
2:0 in der 55. Minute war die logische Konsequenz Münchner Dominanz und die endgültige
Entscheidung des Spitzenspiels. Bayern ließ dem Gegner in der Folge etwas mehr Ballbesitz,
ohne ihn gefährlich nahe ans Tor kommen zu lassen.
Krise? Höchstens kleine Dellen
Diese Partie war für den FCB sicher ein Schlüsselspiel. Nach der schlecht verlaufenen Woche
mit dem 0:0 in Freiburg und dem 0:1 in Basel wurde dem FC Bayern medial schon eine große
Krise angedichtet. Das habe ich nicht so empfunden. Dellen holt sich jede Mannschaft im
Laufe einer Saison, diese dürfen eben nicht zu tief werden. Und so tief sind sie speziell nach
diesem Sieg beileibe nicht: In der Meisterschaft ist weiterhin alles drin, ein 0:1-Rückstand
gegen Basel ist aufzuholen und auch der DFB-Pokaltitel ist, auch wenn man sich gegen starke
Gladbacher erst einmal durchsetzen muss, noch möglich.
Wenn es den Münchnern gelingt, das Niveau aus dem Schalke-Spiel nachhaltig zu
konservieren, können sie jederzeit explodieren und die ganz großen Ziele (das Triple)
anpeilen.
Wende oder Strohfeuer – wie bewertet Ihr den 2:0 der Bayern gegen Schalke? Auf
fanorakel.de haben wir ein gutes Dutzend Fragen zum Topspiel gestellt. Klickt Euch rein!
Euer,
Köln: Rensing entschuldigt sich bei Solbakken
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, 1. FC Köln
Kölns Torhüter Michael Rensing hat sich am Tag nach der Derby-Niederlage gegen Bayer Leverkusen (0:2) bei Trainer Ståle Solbakken für sein Verhalten nach Spielschluss entschuldigt.
Kölns Torhüter Michael Rensing hat sich am Tag nach der Derby-Niederlage gegen Bayer Leverkusen (0:2) bei Trainer Ståle Solbakken für sein Verhalten nach Spielschluss entschuldigt. “Ich bin zu ihm gegangen und habe mich entschuldigt, dass ich in den letzten Minuten meine Enttäuschung ausgedrückt habe und bei den Interviews bei ein, zwei Fragen überreagiert habe”, sagte Rensing: “Ich denke, ich bin ein sehr ehrgeiziger Typ und möchte nach Möglichkeit jedes Spiel gewinnen. Das habe ich in den letzten Wochen nicht getan. Ich hätte mich ein bisschen mehr zügeln können.”
Rensing hatte nach der sechsten Niederlage aus den letzten Spielen der Kölner in der Fußball-Bundesliga gesagt, dass “ich keine Lust mehr habe. Es ist mir zu blöd, mich immer hinzustellen und das Gleiche zu erzählen. Jeder weiß, warum das Woche für Woche nicht hinhaut.”
Als Kritik an Trainer Solbakken wollte Rensing seine Aussagen aber nicht verstanden wissen. “Ich schätze den Trainer sehr, ich respektiere ihn und würde niemals irgendwas gegen ihn überhaupt wagen zu sagen”, sagte Rensing.
Sven Bender mit Verdacht auf Nasenbeinbruch
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, Borussia Dortmund
Mittelfeldspieler Sven Bender vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund ist mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Mittelfeldspieler Sven Bender vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund ist mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 22-Jährige erlitt die Verletzung im Spiel gegen Hannover 96 bei einem Zweikampf mit Biram Mame Diouf, der ihn mit dem Fuß am Kopf traf. Bender musste bereits in der achten Minute ausgewechselt werden. Für das Länderspiel am Mittwoch in Bremen gegen Frankreich, für das ihn Bundestrainer Joachim Löw nominiert hatte, fällt er damit aller Voraussicht nach aus.
Götze vor Rückkehr ins Lauftraining
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, Borussia Dortmund, Nationalmannschaft
Die Leidenszeit des verletzten Fußball-Nationalspielers Mario Götze beim Meister Borussia Dortmund neigt sich offenbar dem Ende zu.
Die Leidenszeit des verletzten Fußball-Nationalspielers Mario Götze beim Meister Borussia Dortmund neigt sich offenbar dem Ende zu. Nach Angaben des Vereins soll der 19-Jährige nach seiner Schambeinentzündung in zwei Wochen ins Lauftraining einsteigen können.
“Ich freue mich sehr, dass es aufwärts geht und die Entzündung abklingt”, sagte Götze dem vereinseigenen Internet-Magazin “BVB online” zum Stand der Untersuchungen durch den Münchner Spezialisten Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Prognosen für den Zeitpunkt von Götzes Comeback in der Bundesliga sind nicht bekannt.
Die Stressreaktion war in der zweiten Januar-Hälfte aufgetreten. Danach sagten die Mediziner eine sechs- bis achtwöchige Zwangspause für Götze voraus. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte seinen Jungstar daraufhin sogar für zwei Wochen zur mentalen Erholung in Urlaub geschickt.
Bundesliga-TV-Rechte: Vodafone steigt aus
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga
Frühzeitig hat sich Mobilfunkbetreiber Vodafone aus dem Bieterwettkampf um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga verabschiedet.
Frühzeitig hat sich Mobilfunkbetreiber Vodafone aus dem Bieterwettkampf um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga verabschiedet. “Nach reiflicher Überlegung haben wir vorletzte Woche entschieden, nicht als strategischer Bieter aufzutreten”, wird Vodafones Deutschland-Chef Friedrich Joussen in der WirtschaftsWoche zitiert.
Joussen hält die Fußballrechte für maßlos überbewertet und spricht von einem “weit verbreiteten Irrglauben”. Die Rechte seien “viel zu teuer, um sich auf Vollkostenbasis zu tragen”.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erwartet bis zum 2. April Angebote der Unternehmen, die an der Übertragung der Bundesliga ab der Saison 2013/2014 interessiert sind. Bis spätestens Mitte April sollen die Rechte für knapp 500 Millionen Euro vergeben werden.
Überragender Ribéry schießt Bayern aus der Krise
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, FC Bayern München, FC Schalke 04
Dank eines überragenden Franck Ribéry hat Bayern München die sportliche Krise eindrucksvoll beendet.
Dank eines überragenden Franck Ribéry hat Bayern München die sportliche Krise eindrucksvoll beendet. Der deutsche Fußball-Rekordmeister präsentierte sich nach den jüngsten Rückschlägen stark verbessert und gewann durch zwei Tore des Franzosen gegen Verfolger Schalke 04 hochverdient mit 2:0 (1:0).
Die Führung erzielte der stark aufspielende Ribéry in der 36. Minute. Nach seinem neunten Saisontreffer klatschte der französische Nationalspieler demonstrativ mit Trainer Jupp Heynckes ab, dem er nach seiner Auswechslung beim 0:1 in der Champions League in Basel noch den Handschlag verweigert hatte. Mit dem Treffer zum 2:0 in der 55. Minute krönte Ribéry seine Weltklasse-Leistung. Durch den Sieg verbesserten sich die Bayern wieder auf Platz zwei und wahrten ihre Titelchance. Schalke verlor dagegen den Anschluss an die Spitzenplätze.
“Wir waren sehr aggressiv von Anfang an, haben ein gutes Pässchen gespielt und viele Torchancen herausgespielt”, bilanzierte Heynckes: “Vor dem Tor waren wir nicht so ruhig und clever wie gewohnt. Aber wir haben das Spiel insgesamt dominiert.” Ribéry, der sich mit seinem Coach vor dem Spiel ausgesprochen hatte, meinte: “Wir haben gut reagiert. Wir sind wieder dabei. Wir müssen jetzt alles gewinnen und darauf warten, dass Dortmund Fehler macht.”
Nach dem 0:0 beim Schlusslicht Freiburg und der Pleite im Achtelfinal-Hinspiel in Basel agierten die Bayern vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena deutlich aggressiver und spielstärker.
Vor allem die Maßnahme von Heynckes, seinen Lieblingsschüler Toni Kroos zu Beginn auf der Bank zu belassen und dafür Thomas Müller ins Offensivzentrum zwischen Ribéry und Arjen Robben zu beordern, zahlte sich aus. Das Trio wechselte immer wieder die Positionen und sorgte so für reichlich Wirbel. Einziges Manko der Bayern: Sie ließen mehrere hochkarätige Chancen aus.
Die Münchner begannen mit viel Schwung und wollten sich für die schwachen Auftritte in Freiburg und Basel rehabilitieren. Zunächst wehrte Schalkes dritte Nummer eins der Saison, Timo Hildebrand, jedoch Schüsse von Müller und Robben glänzend ab. Auch gegen Holger Badstuber sowie erneut Müller und Robben war er auf dem Posten.
Die einzige nenneswerte Chance der Gäste vor der Pause vereitelte der Ex-Schalker Manuel Neuer, der einen Kopfball von Christoph Metzelder parierte. Fast im Gegenzug erkämpfte Luiz Gustavo gegen Marco Höger den Ball, passte auf Ribéry. Der Franzose überlupfte den herausstürmenden Hildebrand und schob locker zum 1:0 ein.
Schalkes Manager Horst Heldt wollte davor ein Foul gesehen haben und kritisierte deshalb in der Halbzeit Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) heftig. “Der Schiedsrichter hat genau zugehört, was die Bayern zuletzt erzählt haben. Er pfeift genauso schlecht, wie wir nach vorne spielen. Es ist eine Katastrophe”, schimpfte Heldt.
Nach dem Wechsel erwischten die Bayern erneut den besseren Start, als ein Kopfball von Badstuber an die Latte des Schalker Tores krachte. Nur wenige Sekunden später hatten die Gastgeber jedoch Glück, dass Joel Matip freistehend vor Neuer den Ball am Tor vorbeischob.
Dies sollte sich rächen. Nachdem Torjäger Mario Gomez und Robben das 2:0 verpasst hatten, war es erneut Ribéry nach Doppelpass mit Müller, der Hildebrand mit einem leicht abgefälschten Schuss überwand. Danach spielten die Bayern den fünften Heimerfolg in Serie locker nach Hause. Hildebrand verhinderte kurz vor Schluss mit einer weiteren Glanzparade gegen Robben das 0:3 (89.).
Doppelpack von Lewandowski – BVB siegt
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 27. Februar 2012 - 1. Bundesliga, Hannover 96
Robert Lewandowski hält Borussia Dortmund auf Erfolgskurs – vier Punkte vor dem Rivalen Bayern München.
Robert Lewandowski hält Borussia Dortmund auf Erfolgskurs – vier Punkte vor dem Rivalen Bayern München. Dank der Saisontore Nummer 15 und 16 des polnischen Nationalspielers beim 3:1 (1:0) gegen Hannover 96 blieb der deutsche Meister und Bundesliga-Tabellenführer auch im 17. Spiel in Folge unbesiegt und stellte mit dem siebten Dreier nacheinander den Vereinsrekord ein.
Für die Niedersachsen, gegen die das Team von Trainer Jürgen Klopp am 18. September vergangenen Jahres zum letzten Mal verloren hatte (1:2), endete hingegen trotz des Treffers von Didier Ya Konan (60.) drei Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League eine Serie von neun Begegnungen ohne Niederlage. Lewandowski hatte in der 27. und 54. Minute getroffen. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Ivan Perisic (90.+2).
“Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Es lag ausschließlich an uns selbst, dass es noch nicht früh entschieden war”, sagte BVB-Coach Klopp, der das 2:0 von Bayern München zuvor gegen Schalke 04 emotionslos kommentierte: “Das hat uns weder überrascht noch erfreut. Das hat für uns keine Relevanz. Das Gerede um die Meisterschaft interessiert uns nicht.” Hannovers Trainer Mirko Slomka meinte: “In der ersten Halbzeit haben wir uns nach vorne nicht durchsetzen können. Das war zu wenig. Wir haben die Mannschaft in der Pause aufgerüttelt und dann volles Risiko gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir ein tolles Spiel geboten.”
Allerdings müssen die Borussen den Sieg möglicherweise teuer bezahlen, denn Nationalspieler Sven Bender war bei einem Zweikampf mit Hannovers Biram Mame Diouf (6.) mit dem Fuß am Kopf getroffen worden und musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden. Für den 22-Jährigen, der auch für das Länderspiel am Mittwoch in Bremen gegen Frankreich nominiert ist, rückte Ilkay Gündogan auf die Position in der Doppel-Sechs.
Aber auch Slomka musste kurzfristig auf einen Leistungsträger verzichten, denn Christian Pander stand wegen eines grippalen Infekts nicht zur Verfügung.
Hannover versuchte vor 80.720 Zuachauern in der ausverkauften Arena von Beginn an, die Partie offen zu gestalten und die Borussen schon beim Spielaufbau frühzeitig zu stören. Das gelang jedoch nur etwa zehn Minuten lang. Die Westfalen fanden ihren Rhythmus und kamen durch Lewandowski zur ersten großen Chance (15.). Doch der Pole verfehlte einen Querpass von Kevin Großkreutz im Torraum knapp.
Die Niedersaschsen kamen zunächst nur zu sporadischen Angriffen. Der BVB agierte zielstrebiger wie zum Beispiel Lewandowski, der unaufhaltsam in den 96-Strafraum eindrang und Torhüter Ron-Robert Ziegler mit einem wuchtigen Schuss aus 14 Metern keine Chance ließ. Kurz vor der Pause traf er zudem den Pfosten (39.).
Auch nach dem Wechsel spielte zunächst nur eine Mannschaft: die heimische Borussia. Die Gäste hatten einige brisante Situationen zu überstehen, ehe Lewandowski nach einer Vorlage seines Landsmanns Jakub Blaszczykowski zum 2:0 traf. Die Niedersachsen tauchten kaum einmal im Dortmunder Strafraum auf. So bedurfte es bezeichnenderweise eines Sonntagsschusses des eingewechselten Ya Konan aus rund 25 Metern zum Anschlusstreffer.
Als die Hannoveraner ihrer Chance auf einen Punktgewinn witterten und auf den Ausgleich drängten, ergaben sich für den BVB weitere Chancen durch Konter. Allerdings gingen die Gastgeber damit sehr fahrlässig um.
Neben dem Doppel-Torschützen Lewandowski vermochte besonders dessen polnischer Nationalmannschaftskollege Blaszczykowski zu gefallen. Bei Hannover gefielen Torhüter Zieler und Manuel Schmiedebach.
Hertha agiert nach dem „trial and error“-Prinzip
Fanorakel | Artikel vom 20. Februar 2012 - 1. Bundesliga, Hertha BSC Berlin, Interessantes, Oliver Kahn Blog
Servus liebe Blog-User,
Hertha BSC hat Otto Rehhagel verpflichtet und damit die Fußballwelt überrascht. Rehhagel ist mit seiner Erfahrung, seiner Autorität und seinen vielen Titeln eine Trainerinstanz in Deutschland. Die Idee, einen Übergangstrainer bis zum Sommer zu verpflichten, ist offenkundig dem Willen von Manager Preetz geschuldet, kurzfristig den Klassenerhalt zu sichern. Diese Idee bedeutet aber gleichzeitig, dass Preetz zur neuen Saison eine weitere, diesmal zukunftsfähige Trainerlösung benötigt. Nach vier Trainern in zweieinhalb Jahren lässt sich aktuell in Berlin keine kontinuierliche sportliche Linie erkennen. Hertha agiert nach dem „trial and error“ Prinzip.
Kurzfristiges Erfolgsstreben als Ursache für überstürzte Trainerwechsel
Eine Statistik des „kickers“ belegt einen Trend, der äußerst bedenklich stimmt: In der Saison 2001/2002 waren die Bundesliga-Trainer im Durchschnitt 1156 Tage im Amt, in der aktuellen Saison nur noch 548 Tage. Die Ursache für diese Entwicklung liegt sicherlich nicht daran, dass die Trainer schlechter geworden wären. Im Gegenteil: Die Ausbildung der Trainer in Deutschland ist im internationalen Vergleich auf absolutem Top-Niveau.
Größtenteils liegt die Ursache in der weit verbreiteten Branchen-Mentalität, primär den kurzfristigen sportlichen Erfolg mit allen Mitteln zu maximieren. Stellt sich dieser nicht umgehend ein, reagieren die Verantwortlichen auf Druck der Fans und Medien häufig mit überstürzten Trainerwechseln. Hohe Kosten und eine hohe Fluktuation beim Personal sind die Folge.
Erfolgsfaktor: Spielidee des Trainers und Philosophie des Clubs müssen zueinander passen
Nachhaltiger Erfolg eines Vereins basiert vor allem auf der Schaffung langfristiger Kontinuität auf der Trainerposition, der einen sukzessiven Aufbau des Spielerkaders ermöglicht. Beste Beispiele sind Manchester United mit Alex Fergusson, Barcelona mit Pep Guardiola, Arsenal London mit Arsene Wenger oder Werder Bremen mit Thomas Schaaf. Dies setzt jedoch professionelle Strukturen im Verein voraus, zu der auch eine Führung gehört, die nicht bei jeder Krise sofort nervös wird, sondern die fähig ist, ein sportliches Konzept dauerhaft zu etablieren.
Natürlich müssen auch die Trainer eine absolut präzise Vorstellung ihrer Spielidee haben, die sie der Mannschaft vermitteln wollen. Fachliche und kommunikative Kompetenz, Authentizität, psychologisches Feingefühl und Begeisterungsfähigkeit sind unabdingbare Voraussetzungen, um mit einer Mannschaft erfolgreich zu arbeiten. Darüber hinaus sollten die Spielidee des Trainers zur jeweiligen Philosophie und Kultur des Clubs passen.
Wie beispielsweise bei Borussia Dortmund. Dort passen Trainer und Club bestens zueinander. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor beim BVB ist der bedingungslose Zusammenhalt zwischen Trainer und Management. Auch das schlechte Abschneiden in der Champions-League hat seitens der Führung zu keinem Moment Zweifel an den Fähigkeiten von Jürgen Klopp aufkommen lassen. Dass Jürgen Klopp bei der Borussia gelandet ist, hat allerdings auch mit einem glücklichen Umstand zu tun: Er war im Sommer 2008 auf dem Markt. Bei aller Professionalität gehört das Quäntchen Glück bei der Trainerverpflichtung immer dazu.
Wird Otto Rehhagel Hertha retten? In unserem Top-Thema haben wir ein Dutzend Fragen zum überraschenden Comeback des 73-Jährigen vorbereitet. Klickt Euch rein!
Euer,
Breno: Knie-OP
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 11. Februar 2012 - 1. Bundesliga, FC Bayern München
Aberwehrspieler Breno vom FC Bayern München bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Der Brasilianer musste sich bereits am Donnerstag einer Arthroskopie am rechten Knie unterziehen.
Abwehrspieler Breno vom FC Bayern München bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Der Brasilianer musste sich bereits am Donnerstag einer Arthroskopie am rechten Knie unterziehen. Grund dafür waren nach Angaben des deutschen Fußball-Rekordmeisters wiederkehrende Entzündungen des Gelenks infolge der Trainingsbelastung.
Bei dem Eingriff in einer Augsburger Klinik wurde entzündete Schleimhaut entfernt. “Eine zuverlässige Prognose, wie lange Breno ausfallen wird, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt abgeben”, teilte Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf der Homepage des FC Bayern mit.
Jupp Heynckes lässt Sorgenkind Breno nach dem neuerlichen gesundheitlichen Rückschlag alle Zeit zur Genesung. “Für den Jungen ist es wichtig, dass er wieder fit wird. Ich hoffe, es geht in Zukunft mit ihm aufwärts”, sagte der Bayern-Trainer am Freitag.
Arango verlängert
Konrad Wolfenstein | Artikel vom 11. Februar 2012 - 1. Bundesliga, Bor. Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach hat den Vertrag mit Leistungsträger Juan Arango um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2014 verlängert.
Borussia Mönchengladbach hat den Vertrag mit Leistungsträger Juan Arango um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2014 verlängert. Das teilte der fünfmalige deutsche Meister vor dem Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen Schalke 04 mit. “Juan Arango ist einer der besten Mittelfeldspieler der Liga und für uns eine ganz wichtige Spielerpersönlichkeit. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir ihn für zwei weitere Jahre an uns binden konnten”, sagte Sportdirektor Max Eberl.
Nach den Abgängen von Marco Reus (Borussia Dortmund) und Roman Neustädter (Schalke) im kommenden Sommer war es für die Borussia wichtig, nicht noch einen weiteren Topspieler zu verlieren. Der 31-jährige Venezolaner war im Juli 2009 vom spanischen Erstligisten RCD Mallorca zur Borussia gewechselt und erzielte in 79 Bundesligaspielen neun Tore.










